Adapta NUTRI CARE Sortiment

Unsere NUTRI CARE Milchnahrungen werden ausschliesslich mit bester Schweizer Milch hergestellt.

Adapta BIO Sortiment

Das neue Adapta BIO Sortiment umfasst alles, was Babys und Kleinkinder für eine gesunde Ernährung brauchen.

Adapta Ratgeber

Werdende Mutter

9 Monate, in denen sich nicht nur der Körper der Frau verändert, sondern auch ihr gesamtes Leben ändern kann.

Der Countdown läuft

Vom Augenblick der Befruchtung an stellt sich im Körper der Frau alles auf die Schwangerschaft ein. Die Natur weiss, was sie zu tun hat. Für viele werdende Mütter ist es ein Wunder, was da so in ihrem Inneren passiert.

Das erste Drittel: Die Hormone spielen verrückt

Es passiert ganz unbemerkt. Die Vereinigung von Ei und Sperma geschieht im Geheimen. Manche Frauen erzählen, dass sie die Befruchtung auf ganz besondere, fast übersinnliche Weise gespürt haben. «Das Liebemachen war einfach anders, tiefer, intensiver als sonst», ist von ihnen zu hören. Sobald die Befruchtung geschehen ist, verändert sich Vieles. Der Körper stellt sich ab sofort auf die neue Aufgabe ein und arbeitet auf Hochtouren. Schon in den ersten Tagen signalisiert er mit einem Hormonschub: hier tut sich was. Das Mutterkuchenhormon schickt ein Signal an die Eierstöcke, keine Eier mehr zu produzieren. Das Gelbkörperhormon Progesteron lässt die Gebärmutter wachsen. Dieses Hormon liefert auch bei einem Schwangeschaftstest den Beweis für die Befruchtung. Übelkeit, starke Müdigkeit und ein besonders intensiver Geruchssinn sind typische Symptome einer Schwangerschaft. Die Brüste spannen, im Bauch zieht es. Eigentlich fühlt sich vieles an wie kurz vor der Periode. Durch die Umstellung der Hormone geraten aber nicht nur die Sinne durcheinander, sondern auch die Stimmungen. Die Tränen fliessen bereits bei kleinsten Gefühlsregungen, die Nerven sind äusserst leicht reizbar. Mit dem Ausbleiben der Periode steht es dann so ziemlich fest: schwanger!
Wer bisher eine Temperaturkurve geführt hat, wird sehen, dass sie bei den Messungen oben bleibt. Um den Embryo nicht zu gefährden, sollte auf Nikotin und Alkohol verzichtet werden. Medikamente - auch solche, die rezeptfrei erhältlich sind - auf keinen Fall ohne Rücksprache mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt einnehmen. Gezählt wird übrigens immer vom ersten Tag der letzten Periode an. Man ist also nach 28 Tagen bereits in der vierten Woche, obwohl der Eisprung erst in der Mitte des Zyklus war. Ein Tipp: Verraten Sie den berechneten Geburtstermin nur nahestehnden Personen. Ansonsten müssen Sie damit rechnen, in der Zeit der Niederkunft pausenlos mit Anrufen und Nachfragen bestürmt zu werden. Schliesslich ist es gut möglich, dass das Baby bis zu zwei Wochen übertragen wird.

Das zweite Drittel: Endlich gibt es was zu sehen

Die Brüste sind bereits stark gewachsen, sie sind prall und empfindlich. Oft schimmern blaue Äderchen durch die Haut. Die Brustwarzen werden dunkler. Langsam wölbt sich der Bauch. Die Hosen zwicken, der oberste Knopf lässt sich nicht mehr schliessen. Bei manchen Frauen stellt sich Atemlosigkeit ein. Denn mit den zunehmenden Schwangerschaftshormonen verändert sich auch die Muskulatur der Lungen. Ausserdem drückt der wachsende Uterus gegen das Zwerchfell, wodurch sich die Lungen schlechter ausdehnen können. Der Mutterkuchen ist vollständig entwickelt und wird mit der Zeit nur noch etwas dicker. Müdigkeit und Übelkeit nehmen ab, das Wohlbefinden ist in dieser Phase besonders gross. Viele Frauen haben starken Appetit. Man sollte darauf achten, nicht übermässig an Gewicht zuzulegen. Gesunde Ernährung ist wichtig für Mutter und Fötus. Bis zu zwölf Kilo mehr auf der Waage wären bis zum Ende der Schwangerschaft ideal. Häufig ist es jedoch mehr. Ungefähr ab der 18. Woche kann die Frau die Bewegungen des Fötus spüren. Es sammelt sich immer mehr Fruchtwasser an, bis zur Geburt können es 1,5 Liter sein. Insgesamt gilt das zweite Drittel als das Angenehmste. Geniessen Sie die Zeit des Wohlbefindens in vollen Zügen!

Das letzte Drittel: Neugier und Ungeduld wechseln sich ab

Der Bauch wird langsam schwer. Rückenschmerzen, Wasser in den Beinen und Krampfadern können unangenehme Begleiterscheinungen sein. Das Baby drückt auf den Magen, Appetitlosigkeit kann die Folge sein. Deshalb ist es besser kleine Mahlzeiten einzunehmen. Ideal sind Nüsse und Obst zwischendurch. Die Herztöne des Babys können jetzt gut mit einem Höhrrohr von aussen wahrgenommen werden. Wenige Wochen vor der Entbindung wird die Lage des Kindes untersucht. Sollte es nach der 35. Woche immer noch nicht mit dem Kopf nach unten liegen, kann dies einen grossen Einfluss auf die Geburt haben. Bei Steisslage wird heute in den meisten Fällen mit Kaiserschnitt geboren, was aber nicht zwingend der Fall sein muss.

Flüchtige Wehen können spürbar werden, die Gebärmutter wird hart, die Blase drückt bereits nach kurzer Zeit. Viele Frauen fühlen sich vom Bauch arg eingeschränkt. Schuhe anziehen ist bereits ein Krampf. Aber auch langes Sitzen ist mühsam, und selbst der Schlaf wird häufig unterbrochen. Denn jeder Positionswechsel gleicht einem Kraftakt, der einen weckt. Die Brüste sondern manchmal eine Art Vormilch ab und stellen sich bereits auf die Verpflegung ein. Manchmal treten gegen Ende der Schwangerschaft leichte Blutungen auf. Das kann mit dem Schleimpfropfen, der den Geburtskanal abdichtet, zusammenhängen. Er löst sich gegen Ende der Schwangerschaft und enthält Blut. Dennoch sollte man in jedem Fall die Ärztin oder den Arzt benachrichtigen. Treten dann endlich die Wehen in regelmässigen Abständen auf, ist es an der Zeit das Spital oder die Hebamme zu informieren. Denn jetzt geht das Leben erst so richtig los.

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Spür mal, wer da klopft

Die ersten Bewegungen des Babys können etwa ab der 18. Woche gespürt werden. Sie sind für Mutter und Vater eine Begegnung der besonderen Art.

Huch, was war das? Ein Glucksen, ein Flattern - oder doch nur eine Blähung? Die ersten zarten Bewegungen des Babys lassen sich nur schwer zuordnen. Jede Frau erlebt sie anders - die einen spüren sie früher, die anderen später. Ab der 18. Woche sind sie meistens schon konkret wahrzunehmen. Und für die meisten sind sie ein wahres Freudenfest. Endlich weiss man, dass da wirklich etwas lebt und wächst. Der Bauch und das Baby werden nun besonders bewusst erlebt. Auch für den Vater sind die kleinen Stupser aus dem Inneren seiner Partnerin ein besonderes Erlebnis. Oft beginnen die Männer ab da mit dem Baby zu reden, legen ihr Ohr auf den Bauch, in der Hoffnung nun auch die Herztöne zu hören. Was allerdings erst im letzten Teil der Schwangerschaft möglich ist (eine leere Klopapierrolle eignet sich als Lautsprecher).

Was am Anfang nur ein diffuses unterschwelliges Gefühl ist, entwickelt sich nun von Woche zu Woche zu konkreten Bewegungen. Häufig sind sie beim Zubettgehen zu spüren. Da rumpelt es manchmal heftig in der Gegend zwischen Nabel und Schamhaaren. Mit der Zeit klopft das Baby gleichzeitig an verschiedenen Orten - die Beine und Arme sind dann schwer in Bewegung. Bis zum siebten Monat sind die Turnübungen des Kleinen recht angenehm. Später können die Tritte richtig weh tun, wenn das Kind zum Beispiel auf einen Nerv stösst oder in die Eingeweide tritt. Manche Frauen müssen manchmal vor Schreck und Schmerz richtiggehend aufjaulen (was je nach Situationen etwas peinlich sein kann - in der Oper zum Beispiel).

Richtig aktiv werden Babys häufig in der Badewanne. Der Bauch der Mutter entspannt sich im warmen Wasser, das Kleine hat etwas mehr Platz und nutzt den Raum zum Toben. Was übrigens enorm wichtig ist: denn durch die Bewegungen koordiniert das Baby seine Nervenimpulse, es lernt sich selbst kennen. Es lutscht am Daumen, fasst sich ins Gesicht, streckt und rekelt sich. Im letzten Drittel der Schwangerschaft werden die Bewegungen etwas langsamer, fast träge. Das hängt mit dem Platzproblem zusammen. Konnte der Fötus früher Purzelbäume schlagen, bleibt ihm jetzt nur noch wenig Raum zum Herumturnen. Sollten die Bewegungen auf einmal womöglich länger ausbleiben, sollte man sofort die Ärztin oder den Arzt konsultieren.

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Nochmal so richtig Ferien machen!

Wer Lust und Zeit hat, sollte sich im zweiten Drittel der Schwangerschaft Ferien gönnen. Zwischen dem vierten und siebten Monat hat sich die anfängliche Übel- und Müdigkeit gelegt, ausserdem ist der Bauch noch nicht so gross, dass er einen zu sehr behindert. Allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten:

Wer sich nochmal so richtig verwöhnen und entspannen will, sollte einen Ferienort mit Bademöglichkeit wählen. Denn Schwimmen zählt zu den gesündesten Sportarten während der Schwangerschaft. Thermalbäder sind allerdings nicht so gut geeignet, da sie den Kreislauf belasten können. Klären Sie ab, ob vor Ort medizinische Einrichtungen nach westlichem Massstab vorhanden sind. Ist ein Arzt unmittelbar erreichbar? Wenn der Geburtstermin nur noch wenige Wochen entfernt ist, sollten Sie sich maximal zwei Autostunden von Ihrer Wunschklinik entfernt aufhalten. Planen Sie eine erholsame Reise. Lange Busfahrten oder strapaziöse Exkursionen sind kein Vergnügen für Schwangere.

Auf Reiseziele mit obligatorischem Impfschutz sollten Sie während der Schwangerschaft verzichten. Exotische Destinationen mögen zwar verlockend sein, bergen jedoch alle möglichen Risiken. Und sei es nur eine Magen-Darm-Grippe. Deshalb kein Leitungswasser trinken, ausser man kann absolut sicher sein, dass es sauber ist.

Die Reise per Flugzeug mit einem Baby im Bauch ist laut Fachleuten im Grossen und Ganzen unbedenklich. Dennoch gibt es einige Einschränkungen. Wer zu Früh- oder Fehlgeburten neigt, blutarm ist, während der Schwangerschaft raucht, an Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Flugangst leidet, sollte dies vor einer Buchung mit seinem Arzt oder der Ärztin besprechen. Die Strahlenbelastung ist im Flugzeug tatsächlich höher. Berechnungen haben ergeben, dass sich das Risiko eines Geburtsfehlers bei enormen Vielfliegerinnen um die Bruchteile eines Prozents erhöhen könnten. Bisher konnte man jedoch keinen Zusammenhang zwischen Fehlgeburten- oder Fehlbildungsrate und dem Fliegen beweisen, wie eine umfassende Untersuchung des Universitätsspitals Zürich ergab.

Auf Langstreckenflügen ist es wichtig, dass Sie sehr viel trinken (mindestens zwei Liter auf einem Zehnstundenflug). Bewegen Sie sich während dem Flug. Laufen Sie alle 30 Minuten durch die Gänge, strecken Sie sich, stellen Sie sich auf die Zehenspitzen und atmen Sie tief und regelmässig durch. Buchen Sie sich einen Platz am Gang, damit Sie Ihre Beine ausstrecken und jederzeit aufstehen können. Auf keinen Fall sollten Schwangere mit sportlichen Kleinflugzeugen oder Helikoptern reisen, da der Druckausgleich dort nicht gut genug gewährleistet ist.

Bei den Reisegesellschaften gilt generell die Regel: Bis vier Wochen vor dem Geburtstermin, sofern die Schwangerschaft bis dahin problemlos verlaufen ist. Wer später fliegen will, muss ein Attest vorweisen, das belegt, dass nicht mit einer verfrühten Geburt zu rechnen ist.

Auto fahren ist kein Problem. Die einzige Bedingung - und die gilt für Schwangere wie Nichtschwangere gleichermassen: Anschnallen ist Pflicht. Falls der Gurt am Bauch einschneidet: Ein dünnes Kissen oder etwas Schaumstoff zur Polsterung zwischen Gurt und Körper schieben. Dem Baby macht der Druck des Gurtes nichts aus. Bei längeren Distanzen alle zwei Stunden eine Pause machen, sich bewegen, wenn möglich die Beine hochlagern (oder sich auf den Boden legen und die Beine in die Höhe strecken). Wer zu schweren Beinen neigt: Stützstrümpfe beeinflussen die Blutzirkulation positiv. Sie sind ideal bei langen Reisen, aber auch für Frauen, die beruflich viel stehen müssen.

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Liebe mit Bauch und Lust erleben

Die einen haben während der Schwangerschaft Lust wie noch nie, andere wieder wollen einfach nur kuscheln und schmusen. Sex während der Schwangerschaft steckt voller Überraschungen.

Mit der Lust ist das so eine Sache: Manche Schwangere geraten in echte Euphorie, erleben zum Teil während der Schwangerschaft sogar ihren ersten Orgasmus. Anderen vergeht der Spass am Sex bereits in den ersten Tagen nach der Befruchtung: Übelkeit, schmerzende Brüste und Müdigkeit sind nun wirklich keine Lustmacher. Einige Frauen haben ausserdem einen ausgeprägten Geruchssinn und können plötzlich ihren Partner nicht mehr riechen. Was ganz normal ist, denn der Körper signalisiert «ich will meine Ruhe, ich brauche Distanz». Wichtig ist, dass man dem Partner von der eigenen Befindlichkeit erzählt und ihn nicht ausschliesst.

Allerdings kann die Zeit der Schwangerschaft auch zu wunderbaren Liebesstunden führen. Die Scheide ist stark durchblutet und entsprechend sensitiv und auch enger, der Muttermund ist angeschwollen und reagiert dadurch intensiver auf Druck und Reizung. Ausserdem produziert die Scheide generell mehr Flüssigkeit, was den Liebesakt angenehmer macht. Viele Paare erleben besonders das zweite Drittel der Schwangerschaft als innig und lustvoll, da dann der Bauch noch nicht allzu gross ist. Im letzten Drittel der Schwangerschaft sind viele Positionen für die Frau nicht mehr bequem - was aber nicht heisst, dass auf Sex verzichtet werden muss. Eine Schwangerschaft kann frischen Wind ins Liebesspiel bringen. Mit etwas Phantasie entdecken Paare neue Positionen und gestalten die Zeit zu zweit anders als früher. Und wenn Paaren das Liebemachen nicht so ganz geheuer ist, können sie sich anderen sinnlichen Lustmachern widmen. Massagen oder gemeinsame heisse Bäder sind eine Wohltat für beide.

Im Normalfall schadet der Geschlechtsverkehr weder der werdenden Mutter noch dem Kind. Im Gegenteil: Beim Orgasmus wird die Gebärmutter gut durchblutet, der Uterus zieht sich zusammen und dehnt sich danach wieder - was aber nicht mit Wehen zu verwechseln ist. Ähnlich wie bei der Geburt ist es wohltutend, wenn die Frau sich hingeben und öffnen kann. Nur in Ausnahmefällen sollten Frau und Mann nicht miteinander schlafen, wenn zum Beispiel die Plazenta nah am Muttermund liegt oder eine Frühgeburt zu befürchten ist. In solchen Fällen wird aber der zuständige Arzt oder die Ärztin darauf hinweisen. Im Grunde gilt: Alles was Spass macht, tut gut. Tauchen jedoch Schmerzen oder gar Blutungen auf, dann muss das ernst genommen und mit der Ärztin oder dem Arzt abgesprochen werden.

Mit dem Geschlechtsverkehr können im Extremfall tatsächlich Wehen ausgelöst werden. Im Sperma ist ein Wirkstoff enthalten, der wehentreibend wirkt. Ob dieser allerdings wirklich ausreicht, um bereits vor dem Geburtstermin die Geburt einzuleiten, ist nicht erwiesen. Es gibt aber Paare, die am Schluss der Schwangerschaft ganz gezielt mit einem Liebesakt die Wehen auslösen konnten.

Viele Paare haben Angst, durch den Geschlechtsverkehr das Baby zu beschädigen. Werdende Väter erzählen, dass sie ihrem Nachwuchs nicht an den Kopf klopfen wollen. Keine Angst: Der Fötus liegt gut gepolstert in der Fruchtblase und wird nicht direkt berührt. Ausserdem schützt der Muttermund mit einem Schleimpropfen den Uterus vor äusseren Einflüssen.

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Schön sein - und es bleiben

Der Körper wird durch die Schwangerschaft ausserordentlich beansprucht. Da ist besonders wichtig, sich von Kopf bis Fuss richtig gut zu pflegen.

Eine Schwangerschaft verändert nicht nur den Körper, sondern auch das Körpergefühl. Man nimmt sich anders wahr, intensiver und bewusster. In dieser Zeit macht es grossen Spass, sich ausgiebig zu pflegen und zu verwöhnen. Bei den Mussestunden im Badezimmer lernt die Frau ihren Körper besser kennen, kann den Bauch beobachten, ihn massieren, sich wohltun. All das entspannt und ist eine herrlich sinnliche Möglichkeit, mit sich und dem Baby Kontakt aufzunehmen.

Die Haut ist das grösste Organ des Körpers. Sie atmet, sie nimmt Feuchtigkeit auf, sie schält sich. Während der Schwangerschaft sollte man möglichst natürliche und hochwertige Pflegeprodukte verwenden. Es lohnt sich, erst einmal kleine Packungen zu kaufen. Denn eventuell reagiert die Haut empfindlicher als sonst auf Cremes und Öle. Ausserdem kann es sein, dass einem die Nase die Freude an der womöglich kostspieligen Neuanschaffung trübt: Schliesslich ist der Geruchssinn gerade in den ersten Monaten ausgesprochen empfindsam und mitunter etwas launisch. Hat man sein Pflegeprogramm gefunden, sollte man es nach der Geburt beibehalten. Denn das Baby erkennt seine Mutter auch am Geruch. Also am besten unparfumierte Produkte verwenden. Was aber nicht heisst, dass man auf sein Lieblingsparfum verzichten muss: Wichtig ist einfach, dass man einen nicht zu starken Duft aufträgt und immer den gleichen verwendet. Neuerdings gibt es sogar Parfums für Babys: Von diesem Modegag, der den empfindsamen Nasen der Neugeborenen keineswegs gut tut, sollte man besser die Finger lassen. Babys riechen von Natur aus köstlich! Es wäre schade, diesen einmaligen Duft künstlich zu übertönen.

Da die Haut rund um Bauch und Busen sehr stark gedehnt wird, braucht sie während der Schwangerschaft eine Extraportion Pflege. Oftmals fängt sie an zu jucken und zu spannen - was bei der grossen Belastung kein Wunder ist. Wer sich bisher von Kopf bis Fuss mit Waschlotion eingeseift hat, sollte während der Schwangerschaft zurückhaltender mit Shampoos und Seifen umgehen, denn sie lösen jedesmal Fett und Feuchtigkeit aus der Haut. Rückfettende Öle oder Waschlotions versorgen die Haut mit genügend Feuchtigkeit. Dadurch bleibt sie elastisch. Zur Pflege nach dem Bad eignen sich alle Produkte, die Feuchtigkeit spenden. Es müssen keineswegs spezielle Schwangerschaftsprodukte sein (die oftmals teurer sind, als normale Kosmetika).

Schwangerschaftstreifen entstehen durch zu schnelle Dehnung des Gewebes. Übrigens können auch Männer die hellen Streifen bekommen, denn sie sind nichts anderes als eine Bindegewebeschwäche. Die Haut reisst in der oberen Schicht, dadurch entstehen Narben, die am Anfang meistens leicht gerötet sind und später weiss werden. Mit Massagen und nahrhafter Pflege kann den Streifen vorgebeugt werden. Um die Durchblutung anzuregen und das Gewebe zu stärken, eignet sich eine Zupfmassage: Man zwickt sich leicht in die Haut, hebt sie an und lässt sie wieder los. Dieses Zupfen wirkt belebend und wohltuend. Prima ist auch eine regelmässige Bürstenmassage. Sie entfernt trockene Hautschuppen und sorgt für einen zarten, rosigen Teint. Unbedingt danach die Haut eincremen oder -ölen. Bei einigen Frauen taucht gegen Ende der Schwangerschaft ein brauner Streifen zwischen Nabel und Schambein auf. Diese Spur hängt mit der starken Pigmentbildung zusammen, denn der Streifen ist auch sonst vorhanden - allerdings unsichtbar. Nach der Geburt bilden sich die dunklen Pigmente wieder zurück.

Die meisten Frauen bekommen während der Schwangerschaft dicke, glänzende Haare. Sie verlieren weniger Haare als sonst. Die Blutzirkulation und der Stoffwechsel laufen auf Hochtouren und kurbeln den Haarwuchs an. Auf keinen Fall sollte man die Haare färben oder tönen, da über die Kopfhaut chemische Partikel aufgenommen werden können, die über den Mutterkuchen bis zum Baby gelangen. Aus diesem Grund wird auch davon abgeraten, die Wimpern zu färben. Das gleiche gilt für Dauerwellen, die ebenfalls mit starken chemischen Mitteln angewendet werden. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich natürlich zu verschönern! Wer weiss, vielleicht entdeckt man ja ganz neue Seiten an sich, wenn man auf Farben und Kunstlocken verzichtet.

Je grösser der Bauch, umso schwieriger wird es, sich zu den Füssen zu bücken. Oftmals geraten sie sogar aus dem Blickfeld. Entsprechend unachtsam geht man mit ihnen um. Fragen Sie Ihren Liebsten oder eine gute Freundin, ob sie Ihnen eine Pedicure machen würde. Das mag vielleicht am Anfang etwas merkwürdig erscheinen, wird aber meistens zu einem ganz besonderen Vergnügen. Denn jeder ist froh, wenn er Ihnen ein bisschen helfen kann. Oder gönnen Sie sich Behandlungen bei einer Kosmetikerin.

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Rund um die Geburt

Die Geburt - das Wunder des Lebens. Jede werdende Mutter setzt sich mit diesem Thema auseinander, ist gespannt, freut sich und hat doch einbisschen Angst.

Jetzt gehts los mit der Vorbereitung

Während der Schwangerschaft kann man sich mit einem vielfältigen Kursprogramm auf die Geburt vorbereiten. Das Angebot ist gross und lohnenswert.

Sie ist kein Muss, aber eine grosse Hilfe: die Geburtsvorbereitung. Zum einen lernt man in Kursen sich und seinen Körper besser kennen, zum anderen trifft man auf gleichgesinnte Schwangere. Daraus können sich oft gute Kontakte entwickeln. Da die Palette von Kursen mittlerweile ausgesprochen gross ist, kann sich jede Frau das Richtige aussuchen. Damit auch der Partner bei der Geburt aktiv helfen kann, ist es ideal, wenn ein Kurs gemeinsam besucht wird. Das ist für manche Männer zwar immer noch ein bisschen merkwürdig, aber meistens überwiegen letztlich doch die positiven Erfahrungen. Denn wenn er weiss, wie er ihr die Schmerzen lindern kann, wird er sich während der Geburt nicht ganz so überflüssig fühlen. Angeboten werden Kurse von Spitälern, Geburtshäusern, Hebammen, Wellnesstrainerinnen. Wenn bereits feststeht, in welchem Spital oder Geburtshaus das Kind auf die Welt kommen soll, ist es empfehlenswert den Kurs am gleichen Ort zu buchen. Dann wird man mit der Umgebung vertraut. Die Kurse finden in der Regel ein Mal pro Woche statt. Es reicht, wenn man in der 22.-28. Woche damit beginnt. Allerdings sollte man sich schon vorher anmelden, damit man sicher einen Platz in seinem Wunschkurs bekommt. Die Krankenkassen bezahlen in der Regel einen Teil an die Geburtsvorbereitung (je nach Kurs und Ort), also vorher abklären.

Schwangerschaftsgymnastik: Mehr als nur ein Klassiker

Neben Gymnastikübungen, Rückentraining und Meditation wird heute in den meisten Schwangerschaftskursen auch auf das seelische Befinden eingegangen. Atmen, Pressen und Entspannen sind die Hauptthemen in diesen Kursen. Ausserdem können in diesen Kursen alle Fragen rund um die Geburt gestellt werden, da sie meistens von Hebammen angeboten werden. Einige Spitäler bieten Schwangerschaftsgymnastik im Wasser an.

Yoga: Im Einklang mit Körper und Seele

Diese asiatische Meditations- und Körperarbeit ist nicht nur für Schwangere ideal, sondern auch für den Alltag danach und davor. Es geht darum, Körper, Geist und Atem in Einklang zu bringen. Dehnungsübungen, Balancetraining und bewusstes, gezieltes Atmen sind die wichtigsten Aspekte im Yoga. Spezielle Kurse für Schwangere widmen sich besonders dem Atem und der Entspannung. Yoga wirkt sich nicht auf den Körper, sondern auch auf die Seele positiv aus.

Watsu: Hingabe im warmen Wasser

Das Baby schwimmt im Fruchtwasser. Von daher liegt es nahe, dass sich Frauen ebenfalls im Wasser so richtig wohl fühlen. Der schwere Bauch wird plötzlich leicht, man kann sich treiben und tragen lassen, so, als würde man im Wasser schweben. Watsu ist eine Form von Unterwassermassage - das Wort setzt sich aus Wasser und Shiatsu zusammen und wird in etwa 34 Grad warmen Wasser angewendet. Die Schwangere wird von einer Therapeutin schwimmend behandelt. Wichtige Aspekte sind die Entspannung (unter anderem des Rückens) und das Vertrauen. Sich einem anderen Menschen, einer neuen Situation hingeben und völlig loslassen sind zwei wichtige Voraussetzungen für eine Geburt.

Atem: Kraft einsaugen und den Schmerz wegblasen

Wehenschmerzen lassen sich tatsächlich teilweise wegatmen, genügend Sauerstoff gibt Kraft während dieser Höchstleistung: Der Atem ist der wichtigste Geburtshelfer überhaupt. In Atemkursen wird das Luftholen ganz bewusst gelernt und erfahren. Es geht darum, den Atem in die Tiefe zu holen, ihn ganz gezielt zu steuern (man kann den Atem tatsächlich bis zu den Zehenspitzen spürbar erleben). Meistens ist das Training an sanfte, tänzerische Bewegungsabläufe und Übungen der Stimmbänder gekoppelt. Tonvolles Ausatmen entspannt, mit der Stimme können Schmerzen verpuffen. Dabei lernen Frauen, dass es gut tun kann, während der Geburt zu schreien und zu stöhnen. Vielen Schwangeren ist die Vorstellung peinlich, während der Geburt womöglich laut zu werden. Auch das lernt man in Vorbereitungskursen: Frauen sollen nur Rücksicht auf sich selbst nehmen. Ein sehr wichtiger Aspekt. Denn wenn eine Frau befangen ist und es anderen recht machen will, verkrampft sie sich. Und damit behindert sie sich bei der Geburt.

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Angst vor der Geburt- Im Gespräch mit einer Hebamme

Ruth Bipp ist Hebamme am Zürcher Geburtshaus "Delphys". Wir sprechen mit Ihr über die Ungewissheit während der Schwangerschaft und vor der Geburt.

Wovor haben schwangere Frauen im Hinblick auf die Geburt am meisten Angst?

Bipp: Da ist sicher die Angst vor den Schmerzen und die Ungewissheit, ob mit dem Kind alles in Ordnung ist. Diese Gefühle sind ganz normal und sehr nachvollziehbar. Eine Geburt ist eine Extremsituation - da taucht auch die Frage auf, wie man sich in so einer Situation verhält. Dass man vor unbekannten Erlebnissen ein mulmiges Gefühl hat, ist sehr natürlich.

Die Geburt ist die grosse Unbekannte. Wie kann man sich diesem unfassbaren Ereignis annähern?

Bipp: Ich rate allen Frauen, sich möglichst genau zu informieren, wo sie gebären wollen. Wenn möglich sollten sie die Räume, die Hebammen, die Ärzte schon vorher persönlich kennenlernen. Es ist ratsam die Geburtsvorbereitungskurse dort zu machen, wo man entbinden will. Eine gewohnte Umgebung sorgt für Vertrauen.

Apropos Geburtsvorbereitung: Sind Kurse wirklich notwendig?

Bipp: Sie sind sehr zu empfehlen. Man lernt seinen Körper kennen, lernt zu entspannen und richtig zu atmen. Das sind Hilfsmittel, die nicht nur für die Geburt enorm wichtig sind. Ausserdem haben wir die Erfahrung gemacht, dass Partnerkurse sehr viel bewirken, auch wenn es den Männern am Anfang vielleicht etwas unwohl ist. Denn die Rolle des Partners ist während der Geburt nicht einfach. Je mehr er mit einbezogen wird (sofern das beide wirklich wollen), umso besser kann er seine Frau unterstützen. Das kann für eine Beziehung ungeheuer wertvoll sein. Wenn eine Frau weiss, dass der Partner an sie glaubt und sie unterstützt, dann wird auch ihre Angst weniger gross sein.

Wie kann man die Angst konkret lösen?

Bipp: Das geht bereits im Alltag. Wenn man sich bei einem Schmerz verkrampft und die Luft anhält, tut er stärker weh. Die kalte Dusche ist ein ideales Übungsfeld: Statt zu japsen ist es besser, tief auszuatmen - da spürt man, dass der Kälteschock weniger schlimm wird. Mit Atem- und Entspannungsübungen kann die Frau viel von den Wehen wegatmen. Man sollte den Geburtsschmerz aber nicht mit Horrorszenarien gleichsetzen, auch wenn er tatsächlich sehr gross ist. Im Gebären liegt eine unglaubliche Kraft. Und diese in sich selbst zu entdecken, ist eine sehr positive Erfahrung.

Ein anderes Schreckgespenst ist der Dammschnitt. Kann man den vermeiden?

Bipp: Mit einer gezielten Dammmassage kann man das Gewebe wirklich dehnbar und elastisch machen. Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Beckenbodentraining hilft ebenfalls. Es lohnt sich, in den letzten Monaten vor der Geburt damit zu beginnen. In den meisten Geburtsvorbereitungskursen wird erklärt, wie das geht. Von speziellen und teuren Scheidenpumpen, die das Gewebe ausweiten, halte ich nicht so viel. Denn meiner Meinung nach leiert dadurch der Beckenboden aus. Was keineswegs gut ist, da der Beckenboden bereits durch die Schwangerschaft sehr belastet wird und bei der Geburt nochmal extrem in Mitleidenschaft gezogen wird.

Spielt der Leistungsdruck eine Rolle bei den Zweifeln während der Schwangerschaft?

Bipp: Bestimmt. Die Gesellschaft erwartet, dass eine Frau ganz nebenbei schwanger ist. Viele Frauen haben leider ein sehr hektisches Leben. Sie arbeiten, schmeissen den Haushalt, kümmern sich um die Famile und soziale Kontakte. In Stresssituationen setzen häufig bereits viel zu früh Wehen ein. Auf diese Weise gibt der Körper ganz klar ein Zeichen: jetzt aber langsam! Aber man sollte auf keinen Fall auf derart heftige Zeichen warten! Ich wünsche den Frauen, dass sie sich Zeit nehmen können und sich nicht zu sehr unter Druck setzen, alles perfekt machen zu müssen. Schwanger sein ist für den Körper neun Monate lang eine Höchstleistung. Das wird leider oft vergessen.

Muss man für eine Geburt körperlich fit sein?

Bipp: Von der Leistung her entspricht eine Geburt einer Bergtour auf 4500 Meter - das kostet Kraft und geht an die Grenzen. Eine gute Kondition ist deshalb sehr hilfreich. Aber mindestens so wichtig ist die persönliche Einstellung: Frauen, die loslassen können, haben oft leichtere Geburten. Selbstvertrauen hilft ebenfalls: Wer sich sagt «ich schaffe das», wird die Schwangerschaft und Geburt ohne grosse Angst erleben.

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Geburtsarten

Jede Frau hat ein anderes Bedürfnis, wie sie ihr Kind auf die Welt bringen will. Im Voraus lässt sich schwer sagen, welche Position die Beste für sie ist. Da ist es gut, dass das Angebot an Hilfsmitteln und Methoden mittlerweile auch in den meisten Spitälern gross ist.

Liegend auf dem Spitalbett - so wurde in den letzten sechzig Jahren mehrheitlich bei uns geboren. Dabei ist diese Position keineswegs ideal für Frau und Kind: Studien haben ergeben, dass Frauen von sich aus höchst selten die liegende Position wählen. Sie wollen vielmehr hocken, lehnen, auf allen Vieren kriechen oder stehen. Auf diese Weise hilft die Schwerkraft bei der Geburt mit, der Beckenboden wird gedehnt, der Rücken entlastet. Im Grunde genommen entdecken wir heutzutage Gebärhaltungen wieder, die in anderen Kulturen (und früher auch bei uns) üblich waren und sind. Mittlerweile haben auch die Spitäler auf das Bedürfnis der Frauen nach unterschiedlichen Gebärpositionen reagiert. Sie bieten in den meisten Fällen verschiedene Möglichkeiten an. Da keine Frau vorher weiss, wonach ihr während der Geburt ist, sollte das Angebot flexibel sein. Wer sich auf eine Wassergeburt eingestellt hat, merkt vielleicht plötzlich, dass es im Wasser für einen selbst gar nicht so angenehm ist. Flexibilität ist jedoch auch von den anderen Anwesenden gefragt, vom Partner, von Hebammen und dem Ärzteteam. Denn wichtig ist nur eines: dass es der Frau wohl ist. Die richtige Stellung dazu muss sie selber finden dürfen.

Gebärbett

Es kommt vor allem in Spitälern zum Einsatz. Die Rückenlehne lässt sich verstellen, es ist hoch genug, um Arzt oder Hebamme die Arbeit zu erleichtern. Allerdings kann es für Frauen, die verschiedene Positionen ausprobieren möchten, manchmal etwas mühsam sein, während der Geburt zurück ins Bett zu klettern. Ausserdem ist es zu schmal, falls sich der Mann dazulegen möchte.

Wassergeburt

Sie gilt als sanfteste Geburtsform. Im warmen Wasser kann sich die Frau entspannen, ihr Gewicht wird getragen, das Baby gleitet vom Fruchtwasser ins lauwarme Wasserbecken. Vor allem zu Beginn der Geburt kann das Bad im Wasser helfen, die Schmerzen der Wehen zu lindern.

Geburtshocker

Ein kleiner, unscheinbarer Schemel in Hufeisenform - das ist der Gebärhocker oder auch Maya-Stuhl genannt. Er kann bei der Eröffnungsphase und/oder bei der Austreibungsphase unterstützend wirken. Im Grunde genommen sitzt man in einer ähnlichen Weise auf dem Hocker wie auf der Toilette.

Sprossenwand

Um den Rücken zu entlasten, kann es sehr angenehm sein, sich mit den Armen daran zu hängen. Das gleiche gilt für Seile oder Tücher oder das Roma-Rad. Dieses High-Tech-Gerät sieht wie ein grosses Rad mit Sprossen aus. Allerdings wird es bisher nur selten angeboten. Es ermöglicht die Geburt im Stehen.

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Geburtsorte

Während der Schwangerschaft stellt sich bald einmal die Frage nach dem Ort der Geburt: Zuhause, im Spital oder im Geburtshaus? Um die richtige Wahl zu treffen, lohnt es sich, verschiedene Geburtsorte frühzeitig zu besichtigen. Vor allem Geburtshäuser und freischaffende Hebammen können eventuell ausgebucht sein. Generell sollte man sich bei der Krankenkasse erkundigen, welche Leistungen übernommen werden. Wenn möglich mit schriftlicher Bestätigung.

Spital

An Informationsabenden werden die Gebärabteilungen vorgestellt. Ausserdem bieten die meisten Spitäler auch die Möglichkeit zu einer individuellen Besichtigung nach Absprache. Ein paar Aspekte sollten bei einem Besuch beachtet werden: Welche Gebärpositionen sind möglich? Wasser, Seil, Sprossenwand, Gebärhocker? Wird der Dammschnitt routinemässig durchgeführt? Gibt es einen Ruheraum nach der Geburt für Mutter, Partner und Kind? Wie steht es mit der Verpflegung, auch für den Partner?

Geburtshaus

Dort gilt die Philosophie der sanften Geburt. Der Frau wird die Zeit zur Geburt gelassen, die sie braucht. Hebammen betreuen vor, während und nach der Geburt. In den meisten Geburtshäusern werden homöopathische Mittel verwendet. Einige Geburtshäuser bieten die Möglichkeit, das Wochenbett vor Ort zu verbringen. Die Verpflegung während der Geburt muss man teilweise selber organisieren, also rechtzeitig abklären. Sollte es Komplikationen geben, sind Arzt und Spital in der Regel ohne grossen Zeitverlust erreichbar. Unbedingt vorher bei der Krankenkasse abklären, welche Leistungen übernommen werden.

Hausgeburt

Früher war sie ganz normal, heute mutet sie fast exotisch an: die Hausgeburt. Dafür muss man eine Hebamme finden, die Hausgeburten durchführt (es gibt ein Verzeichnis von praktizierenden, freischaffenden Hebammen). Die Hebamme kommt bereits vor der Geburt mehrere Male zu Kontrolluntersuchungen zuhause vorbei. Auf diese Weise entsteht eine persönliche Beziehung, die Vertrauen schafft. Wer sich Gebärhilfen wie Hocker oder Wasserpool wünscht, kann sie sich ausleihen (die Hebamme weiss wo). Die Betreuung im Wochenbett wird ebenfalls von der Hebamme übernommen. Bei der Hausgeburt ist die Beziehung zwischen werdender Mutter und Hebamme am intensivsten.

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Geburtsablauf

Jede Geburt ist einmalig. Bei den einen geht sie ganz rasant, bei den anderen gleicht sie einem Marathonlauf. Dennoch: Gewisse Etappen sind bei allen Frauen gleich. Ein möglicher Ablauf für die grosse Reise ins Leben.

Es geht los!

In den letzten Wochen vor dem Termin häufen sich die Anzeichen für die bevorstehende Geburt. Das können wilde Wehen sein. Die Bauchkrämpfe kommen und gehen in unregelmässigen Abständen. Vor allem Erstgebärende haben oft das Gefühl, jetzt gehe es los. Doch erst mal langsam..., meistens dauert es noch eine Weile. Um zu sehen, ob die Geburt tatsächlich beginnt, kann man ein heisses Bad zur Entspannung nehmen. Werden die Wehen dennoch stärker, dauern sie zwischen 40 und 50 Sekunden und folgen sie innerhalb von fünf Minuten, dann scheint die Geburt wirklich zu beginnen. Wobei noch genügend Zeit ist, um sich in Ruhe für die Geburt parat zu machen. Ein Anruf im Spital oder Geburtshaus hilft, eventuelle Unsicherheiten zu beseitigen.

Ausfluss als Startsignal

Hellrosa oder brauner Ausfluss ist kein Grund zur Panik, sondern ein Zeichen dafür, dass sich der Schleimpfropfen vom Muttermund löst. Aber es kann noch Tage oder gar Wochen dauern, bis die Geburt beginnt. Sollte der Ausfluss auf einmal seine Farbe verändern oder viel Blut enthalten, unbedingt den Arzt, die Ärztin oder Hebame verständigen.

Die Fruchtblase springt

Die Vorstellung verunsichert: Was, wenn die Fruchtblase plötzlich im Supermarkt springt und man mit patschnassen Hosen dasteht? Das kann tatsächlich vorkommen, denn bei manchen Frauen platzt die Blase derart abrupt, dass ein Schwall Wasser austritt. Es lohnt sich, in den letzten Wochen vor der Geburt Slipeinlagen zu tragen, die die Flüssigkeit ein bisschen absorbieren können. Auf der anderen Seite gehört das Platzen der Fruchtblase zum Leben - also keine falsche Scham! Bei anderen Frauen tröpfelt das Fruchtwasser ganz langsam. Wie auch immer: Informieren Sie Ihre Ärztin, Hebamme oder Ihren Arzt. Sollte die Blase tatsächlich gesprungen sein, kein Bad mehr nehmen. Auch vom Liebemachen ist abzuraten. Die Hygiene im Intimbereich ist nun ganz besonders wichtig. Man geht davon aus, dass die Wehen in den nächsten 12 bis 24 Stunden losgehen.

Der Darm spielt verrückt

Durchfall ist ebenfalls ein Zeichen für die bevorstehende Niederkunft. Der Darm entleert sich, und das ist gut so. Denn der Körper braucht alle Kraft für die Geburt, da sollte die Verdauung möglichst wenig Energie in Anspruch nehmen. Manche Frauen müssen vor der Geburt auch erbrechen. Um dennoch genügend Kraft für das bevorstehende Ereignis zu haben, kann man Traubenzucker- oder saft zu sich nehmen.

Die letzten drei Runden bis zum Ziel

1. Die Eröffnungsperiode erkennt man an den zunehmenden Wehen, sie endet mit der Öffnung des Muttermundes. Die Eröffnungsperiode wird wiederum in drei Phasen unterschieden, da sich die Wehen stark verändern. Die frühen Wehen (Latenzwehen) können gut sechs Stunden dauern. Sie öffnen den Muttermund auf etwa drei Zentimeter. Die Latenzwehen werden oft von starken Rückenschmerzen, ähnlich wie bei der Menstruation, Durchfall, Hitzeschüben und leichtem Ausfluss begleitet. Dann beginnt das zweite Stadium: Die Aktivwehen werden stärker, die Ruhepausen kürzer. Jede Wehe hat einen klaren Höhepunkt, sie kann gefolgt sein von Übelkeit und starker Erschöpfung. Sie dauert 40 bis 60 Sekunden und folgt in etwa drei bis vier Minuten Abstand. Der Muttermund wird etwa sieben Zentimeter geöffnet. Dann beginnen die Übergangswehen, sie sind die anstrengendsten Wehen und gehören zur Eröffnungsphase. Der Muttermund ist etwa zehn Zentimeter geöffnet.


2. Die Austreibungsperiode endet mit der Geburt des Babys. Der Muttermund ist vollständig geöffnet. Jetzt unterstützt die Mutter die Geburt aktiv durch Presswehen. Die Kontraktionen dauern etwa 60 bis 90 Sekunden, allerdings werden die Abstände dazwischen grösser. Das Kind wird aus dem Uterus in den Geburtskanal geschoben. Es ist gut möglich, dass der Kopf des Kindes bereits sichtbar ist, sich dann aber noch mal zurückzieht. Sobald der Kopf und eine Schulter komplett zu sehen sind, ist der schwierigste Teil der Geburt überstanden. Der Rest der Körpers rutscht ohne Anstrengung heraus. Die Schmerzen sind überstanden - das Baby ist geboren.

3. Die Nachgeburt ist das letzte Stadium einer Geburt. Es sind immer noch leichte Kontraktionen zu spüren, die jedoch kaum noch Schmerzen verursachen. Durch das Zusammenziehen der Gebärmutter wird die Plazenta von der Gebärmutterwand abgelöst. Sobald die Nachgeburt herausgepresst ist, wird sie untersucht. Denn es ist wichtig, dass sie sich komplett gelöst hat. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Frau innnerlich stark weiter blutet.

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